Das können Sie als Hausbesitzer tun
Haben Sie eine zentrale Wassererwärmung und einen Warmwasserspeicher, der heißes Trinkwasser bereithält? Dann lohnt es sich, die Temperatur am Wasserspeicher möglichst gerade so warm einzustellen, dass sich bestimmte Bakterien, besonders die Legionellen, nicht vermehren. Dadurch kann das Risiko einer Infektion mit Legionellen reduziert und gleichzeitig unnötiger Energieverbrauch vermieden werden.
Es wird empfohlen, dass im gesamten Leitungssystem für warmes Wasser eine Temperatur von mindestens 55 Grad Celsius herrscht. Dies schreibt die Trinkwasserverordnung für größere Warmwasseranlagen vor. Empfehlenswert ist diese Mindesttemperatur auch für kleinere Anlagen mit einer Zirkulationsleitung, wie sie in Ein- und Zweifamilienhäusern häufig zu finden sind.
Zirkulationsleitungen für Warmwasser sind daran zu erkennen, dass sich in diesem Kreis eine zusätzliche Pumpe, die sogenannte Zirkulationspumpe, befindet. Um sicherzugehen, kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit bei ihrer Zirkulationsleitung, ob die Wassertemperatur an jeder Entnahmestelle mindestens 55 Grad beträgt. Schalten Sie dabei eventuell den Verbrühungsschutz kurzzeitig aus.
In größeren Warmwasserspeichern mit einem Volumen von mehr als 400 Litern muss gemäß Trinkwasserverordnung das Wasser am Speicherausgang immer mindestens 60 Grad warm sein. Gleiches gilt bei Leitungen, in denen mehr als drei Liter warmes Wasser stehen. Bei einem Kupferrohr mit einem Außendurchmesser von 15 mm entspricht dieses Volumen einer Rohrlänge von 15 m. Prüfen Sie daher regelmäßig alle drei Monate die Temperatureinstellung des Warmwasserspeichers. In Mehrfamilienhäusern kann im Zuge einer Modernisierung das Risiko, dass sich Legionellen in der Warmwasserleitung ansiedeln, durch die Auswahl bestimmter Technologien verringert werden. Dies sind zum Beispiel Wohnungsstationen.